Pädagogik

UNSERE LEITSÄTZE

1. Unser Schulprofil

Wir bereiten unsere Schüler von Anfang an auf besondere Weise ganzheitlich und konsequent auf eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung, die gesellschaftlichen Anforderungen und den Beruf vor:

Hilf mir, es selbst zu tun!

Dabei sind uns Erfahrungen in der englischen Sprache ein besonderes Anliegen.

1.1 Wir schätzen die Vielfalt und betrachten jeden einzelnen Schüler ganzheitlich mit all seinen Stärken und Schwächen.
Alle Schüler haben das Recht, ihrem persönlichen und altersgemäßen Entwicklungsstand entsprechend zu lernen.
Dies schließt ausdrücklich Förderung und Anforderung ein.
Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Pädagogen.

1.2 Wir gliedern die Schulzeit für die Schüler durch Übergangsrituale und machen so Wachstums- und Reifungsprozesse deutlich.
Jeder Schüler erhält die altersgemäße Möglichkeit, wichtige Übergänge im Laufe seiner Schulzeit wahrzunehmen und für sich selbst und die Gemeinschaft bewusst zu machen.

1.3 Wir begleiten unsere Schüler aufmerksam in der wichtigen Zeit der Pubertät.
Geschulte Fachkräfte bieten unseren Kindern und Jugendlichen in der wertvollen und krisenreichen Zeit altersgemäße Erfahrungsräume und Begleitung an.

1.4 Wir nutzen den nahegelegenen Wald als Ort des Lernens, um sich selbst direkt als Teil der Natur erfahren zu können.
Jeder Schüler nimmt während des Schuljahres an mindestens einem Projekt aus der Naturpädagogik teil.

1.5 Wir vermitteln konkrete Handlungskompetenzen für eine nachhaltige Umweltentwicklung.
Jeder Schüler ist in mindestens einer konkrete Maßnahme zum nachhaltigen Umweltschutz einbezogen.

1.6 Wir kooperieren mit außerschulischen Experten, um die Lernfelder für unsere Schüler zu erweitern.
Jeder Schüler erhält mehrmals während seiner Schulzeit die Möglichkeit, besondere Projekte mit außerschulischen Experten zu erfahren bzw. durchzuführen.

2. Unser Unterricht und unsere Lernmethoden

Wir gestalten einen qualifizierten, fachübergreifenden und praxisorientierten Unterricht und legen besonderen Wert auf selbstorganisiertes Lernen.

2.1 Wir arbeiten gemeinsam nach den pädagogischen Prinzipien von Maria Montessori.
Wir orientieren uns an den aktuellen Diskussionen der internationalen Montessoriforschung.

2.2 Wir stellen unseren Schülern Montessorimaterial als zentrales Unterrichtsmedium in einer „Vorbereiteten Umgebung“ zur Verfügung.
Jeder Schüler erfährt regelmäßig und schrittweise die Einführung in Montessorimaterial.

2.3 Wir erwarten von unseren Schülern, dass sie im Rahmen der Freiarbeit Lernprozesse zunehmend selbst planen und Verantwortung für den eigenen Lernfortschritt übernehmen.
Jedes Kind kann durch aktives Handeln und gemäß seinem Entwicklungsstand Lerninhalt, Lerntempo und Lernverfahren selbst bestimmen.

2.4 Wir motivieren unsere Schüler zur selbstbewussten Präsentation ihrer Lernfortschritte.
Wir leiten unsere Kinder zu selbstständigem Vortragen ihrer Arbeiten an und bieten Foren zur Präsentation.

2.5 Wir bieten vielfältige Lern- und Erfahrungsräume während des Schullebens.
Alle Schüler erfahren durch fächerübergreifende Projekte lebenspraktische Bezüge und die Begegnung mit kulturellem Leben.

2.6 Wir vermitteln innerhalb des natürlichen Jahreskreislaufes kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Zusammenhänge.
Religiöse/ ethische Erziehung wird in die Kosmische Erziehung eingebettet.

2.7 Wir legen Wert auf überkonfessionellen Unterricht innerhalb der Klassengemeinschaft und trennen nicht in Sach- und Religionsunterricht.
Wir setzen uns für die Wertschätzung aller Religionen ein.

2.8 Wir erweitern mit unserem Ganztagsschulkonzept den Unterricht vom Vormittag.
Wir bieten Kindern mit der offenen und Jugendlichen mit der gebundenen Ganztagsschule gemäß ihrer Begabungen und Interessen Förderangebote und Projekte an.

2.9 Wir arbeiten nach Qualitätsstandards und überprüfen uns in regelmäßigen Abständen.
Wir arbeiten nach Methoden modernen Qualitätsmanagements.

INKLUSION

Nach unseren Möglichkeiten wollen wir soziale Verantwortung übernehmen, indem wir Inklusive Bildung als positive Einstellung verstehen, welche Vielfalt in ökonomischen Voraussetzungen, sozialer Zugehörigkeit, Ethnizität, Sprache, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung und Fähigkeiten meint: Das Ziel von inklusiver Bildung ist, Ausgrenzung jeder Art nicht zuzulassen..

Die UNESCO hat 2009 das Dokument „Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik“ verbreitet.

Im Vorwort wird der Begriff Inklusion so definiert:

„In den vergangenen Jahren sind das Konzept und die Umsetzung von inklusiver Bildung immer wichtiger geworden. International wird der Terminus zunehmend breiter verstanden: als eine Reform, die die Vielfalt aller Lernenden unterstützt und willkommen heißt.
Inklusive Bildung ist ein Transformationsprozess, der zum Ziel hat, dass Schulen und andere Lernzentren alle Kinder aufnehmen – Jungen und Mädchen, Schüler ethnischer und linguistischer Minderheiten, die ländliche Bevölkerung, (…) Schüler mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten – und auch für alle Jugendlichen und Erwachsenen Lerngelegenheiten schaffen. Das Ziel von inklusiver Bildung ist, Exklusion zu beseitigen. Diese entsteht durch negative Einstellungen und mangelnde Berücksichtigung von Vielfalt in ökonomischen Voraussetzungen, sozialer Zugehörigkeit, Ethnizität, Sprache, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung und Fähigkeiten.
Bildung vollzieht sich in formalen und non-formalen Kontexten, in Familien und Gemeinden. Folglich ist inklusiver Bildung kein randständiges Thema, sondern zentral, um qualitativ hochwertige Bildung für alle Lernenden zu erreichen und um eine inklusivere Gesellschaft zu entwickeln. Inklusive Bildung ist wesentlich, um soziale Gerechtigkeit zu erreichen und sie ist ein konstituierendes Element lebenslangen Lernens“

Deutsche Unesco-Kommission e.V. 2009